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Rubrik:Gesundheiterschienen am:
Titel:Entzündungen im Mund- und Rachenraum09.10.2001
 

Da die meisten Erkältungskrankheiten mit Infektionen im Mund- und Rachenraum beginnen, soll sich dieser Artikel diesem Thema widmen.

Bei Infektionen im Mund- und Rachenraum muss man zuerst eine (banale) Halsentzündung, die meist nur 1 bis 3 Tage anhält, von der Angina (Mandelentzündung) abgrenzen. Eine eitrige Angina ist nicht mehr der Selbstbehandlung zugänglich. Patienten, die an einer eitrigen Angina leiden gehören in die ärztliche Behandlung.

Zur Behandlung von Halsschmerzen, die oft mit einem harmlosen Halskratzen beginnen, stehen Lutschtabletten, Mundsprays und Gurgellösungen zur Verfügung. Diese Arzneiformen können sowohl chemisch definierte Wirkstoffe als auch pflanzliche Zubereitungen enthalten.

Lutschtabletten enthalten als chemisch definierte Wirkstoffe häufig Desinfektionsmittel, welche die Bakterienzahl im Mund- und Rachenraum vermindern sollen. Zu diesen Desinfektionsmitteln zählen unter anderem: Cetylpyridiniumchlorid, Ethacridinlactat, Benzalkoniumchlorid, Hexetidin und Chlorhexidingluconat.

Des weiteren kommen in einigen Halspastillen Antibiotika zum Einsatz, die in diesem Fall nicht der Verschreibungspflicht unterliegen. In Halspastillen findet man so einen Vertreter der Polypeptid-Antibiotika, nämlich Tyrothricin. Da Halspastillen nur einige Minuten im Mund wirken können, ist die Antibiotika - Wirksamkeit bei so kurzer Wirkzeit umstritten.

Als weitere wichtige chemische Bestandteile in Lutschtabletten finden wir Lokalanästhetika, wie z. B. Benzocain und Lidocain, die bei sehr schmerzhaften Halsentzündungen örtlich betäuben. Hierbei ist zu beachten, dass Benzocain ein hohes Allergisierungspotential aufweißt.

Sollte die Halsentzündung mit Schleimhautschädigungen verbunden sein, kann Dexpanthenol zur Förderung der Schleimhautregeneration in Lutschtabletten sinnvoll sein.

Auch sehr viele Medikamente mit pflanzlichen Bestandteilen kommen bei Mund- und Rachenentzündungen zum Einsatz. Dazu zählen bekannte Pflanzen wie Pfefferminze und Kamille.

Sehr beliebt sowohl als Tee als auch durch die Verwendung von Alkohol hergestellte Zubereitung sind Salbeiblätter, die vielseitig zum Lutschen, Gurgeln oder Spülen angewandt werden können. In Lutschtabletten kommen häufig noch Eukalyptusblätter, Spitzwegerichkraut oder isländisches Moos vor. Bei örtlich begrenzten Entzündungen der Mundschleimhaut sind Myrrhentinktur und Rhabarberwurzelextrakte beliebte Mittel zum Pinseln.

Die meisten Pflanzen, die hier zum Einsatz kommen, entfalten ihre Wirkung aufgrund des Gehaltes an ätherischen Ölen. Den ätherischen Ölen werden gute entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben.

Bei kleinen Kindern empfiehlt sich ein Teeaufguß aus Hohlzahnkraut (Galeopsis segetum), der aufgrund seines milden Geschmacks gerne genommen wird.

 
 Verfasser / Quelle: Eigener Beitrag Sanaboxx.de 
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